Jugendkonzept des ETSV Fortuna Glückstadt            1 Januar 2011

 

 



Vorwort Abteilung Fußball


Grundgedanke

 

Die Vereine sind ein wichtiger Bestandteil in unserem gesellschaftlichen Leben.

 

Das Vereinsleben, wie auch unsere Gesellschaft sind durch soziale Normen geregelt. Ohne diese sozialen Regelungen kann weder ein Verein noch eine Gesellschaft funktionieren. Diese Normen und Regeln sind in einem Verein dieselben, wie im familiären, schulischen oder beruflichen Umfeld und können somit im Vereinsleben eingeübt werden. Leistungswille, Anstrengungs- und Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Durchsetzungsvermögen, Gewinnen und Verlieren können, Selbstvertrauen entwickeln, einen fairen, respektvollen und gewaltfreien Umgang miteinander sind Beispiele für individuelle Charaktermerkmale und soziale Verhaltensweisen, die eine erfolgreiche Persönlichkeit in unserer Gesellschaft benötigt bzw. auszeichnet.

 

Jugendarbeit darf sich nicht nur in der fußballerischen Ausbildung von Nachwuchsspielern erschöpfen. Vielmehr haben wir als Sportverein eine Verantwortung, die weit über den sportlichen Bereich hinausgeht. Die Entwicklung einer Persönlichkeit und das Vermitteln von eben diesen gesellschaftlich relevanten Werten nehmen einen ebenso großen Stellenwert ein.

 

Anders ausgedrückt: Wir bereiten den Nachwuchs nicht nur auf den Fußball, sondern auch aufs Leben vor.

 

Verantwortlich für die Vermittlung von sportlichen Fertigkeiten, von sozialen und individuellen Verhaltensweisen sind neben den Eltern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins.

 

 

 

Wozu ein Jugendkonzept?

 

 Stäkt das Wir-Gefül innerhalb der Jugendfußallabteilung und des gesamten Vereins

 Unterstüzt die Identifikation mit unserem Verein

 Gibt Trainern, Betreuern und Funktionäen eine Art Wegweiser an die Hand

 Bildet die Grundlage fü die erfolgreiche Weiterentwicklung in unserem Verein

 Steht fü (sportlichen) Erfolg

 Sorgt dafü, dass wir planvoll und frei von Zufallsprinzipien trainieren könen

 Garantiert mölichst reibungslose Üergäge zwischen den Altersklassen

 Hilft uns, das Leistungsniveau der einzelnen Jugendmannschaften anzuheben

 Sorgt fü eine positive Außendarstellung und Transparenz, so dass auch Eltern und

    Sponsoren die Zusammenhänge der Abteilung besser verstehen und nachvoll-

    ziehen können.

 

   

 

 

 Ziele des ETSV Fortuna im Fußball


 Individuelle, qualitativ hochwertige Ausbildung von Jugendspielern. Dabei hat die Entwicklung der Einzelspieler und der Mannschaft Vorrang vor dem Gewinn von Meisterschaften.

 Heranführen von Jugendspielern an die eigenen Seniorenmannschaften.

 Kindern Freude am Sport zu vermitteln, gleich mit welchem Leistungsvermögen, und Kinder zu sozialen, fairen und wettbewerbsorientierten Verhalten anleiten.

 Die Jugendlichen sollen unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem fußballerischen Talent gleichermaßen gefördert und integriert werden.

 

 

 

 

 

Sportliches Konzept

 

Einheitliche Spielauffassung



 

 Die Juniorenmannschaften des ETSV Fortuna Glückstadt spielen durchgängig mit der Spielauffassung des „ballorientierten Spiels". Im Gegensatz zur mann- und gegnerorientierten Spielauffassung spielen beim „ballorientierten Spiel" alle Spieler mit ständiger Mitspiel- und Angriffsbereitschaft nach Ballgewinn und Ballverlust. Im Spiel gibt es für die Spieler keine zu frühe Spezialisierung auf einzelne Teilaufgaben. Diese Spielauffassung wird zukünftig von jedem Trainer in jeder Juniorenmannschaft durchgängig umgesetzt.

 

 

 

 

Verhaltenskodex Spieler:

 

 Ich erscheine pünktlich zum Training und zum Spiel.

 Ich sage rechtzeitig beim Trainer ab, sollte ich nicht zum Training oder Spiel kommen können.

 Freundlichkeit ist für mich selbstverständlich

 Ich kann nicht jeden gleich gern mögen, akzeptiere aber jeden Mannschaftskameraden.

 Ich verhalte mich im Kreis meiner Mannschaft diszipliniert. Nur im Team kann ich Fußball lernen und nur gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen.

 Ich bin ein wichtiger Teil des Teams.

 Ich helfe jedem aus dem Team, wenn er Probleme hat und um Hilfe bittet.

 Ich übernehme das Wegräumen von Bällen und Trainingshilfen beim Spiel und beim Training.

 Bällen, Trikots und Trainingshilfen kosten Geld, ich gehe sorgfältig mit ihnen um.

 Bin ich Gast bei einem anderen Verein und verhalte mich schlecht und unsportlich, schade ich nicht nur meinem Team, sondern auch meinem Verein, dem ETSV Fortuna Glückstadt

 Ich verhalte mich stets freundlich und fair zu meinen Gegenspielern, egal ob im Training oder im Spiel gegen einen anderen Verein. Ebenso verhalte ich mich fair gegenüber dem Schiedsrichter.

 Wenn ich selber Kritik üben möchte, suche ich das Gespräch mit meinem Trainer bzw. meinen Mitspielern. Das frühzeitige Ansprechen und das Diskutieren von Problemen innerhalb des Teams helfen der Mannschaft und mir.

 Mein Trainer verträgt und verdient Ehrlichkeit!

 

 

 

 

Unser Jugendkonzept ist angelehnt an die Ausbildungskonzeption des Deutschen Fußballbundes (siehe www.dfb.de)

 

Der Deutsche Fußballbund unterscheidet vier Ausbildungsstufen, die aufeinander aufbauen. Die Übergänge sind dabei fließend und hängen in erster Linie vom Entwicklungsstand der Kinder ab. In jedem Fall stellen die vier Ausbildungsstufen aber einen roten Faden für die Gestaltung des Nachwuchstrainings beim ETSV Fortuna Glückstadt dar!

 

Ziel ist es, dass die Kinder und Jugendlichen beim Wechsel in die nächst Höhere Mannschaft bestimmte Fertigkeiten und Fähigkeiten mitbringen, auf denen dann wiederum, möglichst nahtlos, aufgebaut werden kann.

 

A- und B- Junioren

 

Leistungstraining

 Beginnende Spezialisierung

 

C- und D- Junioren

 

Aufbautraining

 Fußballspezifische, individuelle Schulung

 

E- und F- Junioren

 

Grundlagentraining/Vielseitigkeitsschulung

 Entwicklung koordinativer Fähigkeiten und spielerische, fußballspezifische Technikschulung

 

G- Junioren

 

Ball- und Bewegungsschule

 Vielseitige, sportartübergreifende, allgemeine Bewegungsschulung

 

 

 

 

 


Verhaltenskodex Trainer

 

 lebt mit seinem Verein, identifiziert sich mit seinen Zielen und repräsentiert seinen Verein nach innen und außen vorbildlich

 achtet das Fair-Play, vor allem auch gegenüber Trainerkollegen, Gegner und Schiedsrichter.

 ist teamfähig und fördert den Teamgeist in seiner Mannschaft.

 arbeitet mit der Jugendleitung sowie den anderen Jugendtrainern konstruktiv im Interesse der Spieler und des Vereins zusammen.

 ist Ansprechpartner für Eltern, organisiert wenn möglich einen Elternabend.

 bereitet sich möglichst sorgfältig auf jedes Training vor und bietet ein abwechslungsreiches, altersgemäßes Training an.

 fordert und fördert jeden seiner Spieler und ist motiviert, auf diesem Weg seine Spieler und sein Team sportlich weiter zu entwickeln.

 ist interessiert an Weiterbildung und nimmt regelmäßig an den internen und wenn möglich auch an externen Fortbildungen teil.

 versucht alle Spieler in den Spielbetrieb zu integrieren, wenn nötig mit zusätzlichen Trainings- oder Freundschaftsspielen „spielerlebnis kommt vor Spielergebnis"

 ist bestrebt, objektiv und gerecht gegenüber seinen Spielern zu sein.

 ist konsequent und trifft notwendige Entscheidungen, die jeden Spieler betreffen können, unabhängig von dessen spielerischer Qualität.

 achtet darauf, dass die Kabinen – auch beim Auswärtsspiel – ordentlich verlassen werden.

 leitet seine Spieler an, sorgsam mit Vereinseigentum umzugehen.

 ist verantwortlich für einen reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb seines Teams.

 

 

 

 

 

Verhalten der Trainer untereinender:

 

Hilfsbereitschaft bei Turnieren, Veranstaltungen, etc.,

 



Rücksichtnahme und Respekt gegenüber anderen Trainern


Nicht nur Trainer sondern auch deren Betreuer respektieren und in Planungen, Gespräche, Veranstaltungen etc. mit einbeziehen

 

 

 

Verhaltenskodex Eltern:

 

 Ich sehe immer die ganze Mannschaft und nicht nur mein eigenes Kind

 Wir akzeptieren die Entscheidungen des Trainers vor, während und nach dem Spiel.

 Wir sprechen miteinander und nicht übereinander

 Wir sorgen dafür, dass unser Kind pünktlich am Treffpunkt ist.

 Falls unser Kind am Training bzw. Spiel nicht teilnehmen kann, geben wir rechtzeitig Bescheid.

 Ich unterstütze die Mannschaft meines Kindes so gut ich kann (z. B. bei Veranstaltungen des Vereins, Fahrten zum Spiel und Training usw.).

 

 

 

 

Tipps für Erwachsene und Eltern am Spielfeldrand

 

Liebe Eltern, tragen Sie durch Ihr Verhalten dazu bei,

dass Ihre Kinder mit Spaß, Freude und Begeisterung

Fußball spielen!

 

Dazu einige Tipps:

 

Unterstützen Sie die Kinder durch Lob, Aufmunterungen und Anfeuern! Kinderfußball ist kein Erwachsenenfußball! Während bei den Senioren der Erfolg im Vordergrund steht, spielen Kinder aus Spaß an der Freude, um Fußball zu lernen und um sich zu verbessern!


Wissen Sie noch wie Ihr Kind vor einem Jahr gegen den Verein XY gespielt hat? Welche Bedeutung hat dieses Ergebnis heute? Ist es nicht viel wichtiger, wie sich Ihr Kind in dieser Zeit insgesamt weiter entwickelt hat?


Falls eine Aktion mal nicht so gelingt wie geplant: Zeigen Sie nicht Ihre Enttäuschung durch negatives Zurufen! Wir als Erwachsene müssen mit Fehlern besser umgehen können als die Kinder.


Kinder sind sehr sensibel gegenüber abfälligen Kommentaren und reagieren oft mit Angst und Aggressionen! Dadurch werden wichtige Lernprozesse blockiert! Fehler gehören zum Lernprozess dazu!


Kinder und Jugendliche sind keine Bundesligaspieler! Welche Fehler passieren Woche für Woche in der Bundesliga?


Kritisieren Sie keine Schiedsrichterentscheidung, auch wenn sie vermeintlich falsch gewesen ist! Sie ermutigen damit Ihr Kind, eigene Fehler zu ignorieren.


Viele Köche verderben den Brei! Der Trainer ist dankbar für jede Hilfe und Anregung, aber er allein ist für den sportlichen Bereich zuständig!